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Wenn Traumata Generationen überdauern - Prof. Dr. Luise Reddemann im Dialog mit Dipl.-Psych. Martina Hahn | 8. März 2026

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Wenn Traumata Generationen überdauern - Prof. Dr. Luise Reddemann im Dialog mit Dipl.-Psych. Martina Hahn | 8. März 2026
Wenn Traumata Generationen überdauern - Prof. Dr. Luise Reddemann im Dialog mit Dipl.-Psych. Martina Hahn | 8. März 2026

Zeit & Ort

08. März 2026, 10:00 – 13:15

Hybrid (wahlweise in Präsenz bzw. Online)

Über die Veranstaltung

Wenn Traumata Generationen überdauern


Transgenerationale Weitergabe psychischer Traumata in der psychotherapeutischen Praxis

Prof. Dr. Luise Reddemann im Dialog mit Dipl.-Psych. Martina Hahn | 8. März 2026 | APP Köln


Psychische Traumata enden nicht mit der Generation, die sie erlitten hat. Sie werden weitergegeben – durch Schweigen, durch unbewusste Ängste, durch Erziehungsmuster, durch das, was nicht gesagt werden kann. Professor Luise Reddemann, Pionierin der deutschsprachigen Traumatherapie und Entwicklerin der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT), widmet sich in dieser Veranstaltung einem Phänomen, das in der therapeutischen Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnt: der transgenerationalen Weitergabe von Traumata.

Die Großmutter, die den Krieg erlebt hat und nie darüber sprach. Der Vater, dessen Ängste ihre Wurzeln in Erfahrungen haben, die nicht seine eigenen sind. Die Patientin, die unter diffusen Ohnmachtsgefühlen leidet, ohne dass ihre eigene Biographie dies erklären könnte. Transgenerationale Traumaweitergabe ist hochkomplex: Gewalt in der Erziehung gehört ebenso dazu wie unbewusste oder vorbewusste Übertragungen von Todesangst, Ohnmachtserfahrungen und tief verwurzelten Schamgefühlen.

Professor Reddemann verbindet in dieser Veranstaltung ihre jahrzehntelange klinische Erfahrung mit aktuellen Erkenntnissen der Traumaforschung. Sie zeigt auf, wie sich transgenerationale Prozesse in der therapeutischen Beziehung manifestieren, wie sie erkannt und verstanden werden können – und wie therapeutische Arbeit gelingen kann, die nicht nur das Individuum, sondern auch dessen "Gefühlserbe" in den Blick nimmt.

Was Sie erwartet:

Eine Veranstaltung, die historisches Bewusstsein mit therapeutischer Praxis verbindet. Ein differenzierter Blick auf die Mechanismen transgenerationaler Weitergabe zwischen direkter Traumatisierung und impliziten Kommunikationsmustern. Und die Frage: Wie schaffen wir als Therapeut:innen einen Raum, in dem das Unaussprechliche zur Sprache kommen kann?


Martina Hahn, langjährige Assistentin und Weggefährtin von Professor Reddemann, langjährige Dozentin, Lehrtherapeutin und Supervisorin der APP Köln, akkreditierte PITT-Ausbilderin und eine der profiliertesten Vertreterinnen der PITT im deutschsprachigen Raum, moderiert die Veranstaltung und führt den Dialog mit Professor Reddemann. In ihrer Zusammenarbeit spiegelt sich, was das Thema selbst beschreibt: wie therapeutisches Wissen über Generationen weitergegeben, bewahrt und zugleich lebendig weiterentwickelt wird. Das Zusammenwirken der Pionierin der deutschsprachigen Traumatherapie mit einer Therapeutin, die diese Tradition zunächst als Assistentin direkt von Professor Reddemann gelernt hat und sie dann über Jahrzehnte gelehrt, supervidiert und in der Praxis verfeinert hat, bietet den Teilnehmenden einen einzigartigen Zugang: die Tiefe der ursprünglichen klinischen Erfahrung in Verbindung mit der Reflexion jahrzehntelanger Lehrtätigkeit. Transgenerationale Prozesse werden so aus komplementären Perspektiven zugänglich – klinisch, lehrdidaktisch, menschlich.


Für wen?


Für Aus- Weiter- und Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die verstehen wollen, dass psychisches Leiden häufig eine Geschichte hat, die vor der eigenen Lebensgeschichte beginnt. Für alle, die in ihrer Praxis mit Patientinnen und Patienten arbeiten, deren Symptomatik sich nicht allein aus ihrer individuellen Biographie erklären lässt. Und für alle, die wissen: Erst die äußere Sicherheit, dann die Therapie – und manchmal dauert es Generationen, bis diese Sicherheit erreicht ist.

Prof. Dr. Luise Reddemann, Fachärztin für Psychiatrie und Psychoanalytikerin, gilt als die bekannteste Traumatherapeutin im deutschsprachigen Raum. Von 1985 bis 2003 leitete sie die Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin in Bielefeld, wo sie die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) entwickelte – ein ressourcen- und mitgefühlsorientiertes Verfahren zur Behandlung komplexer Traumafolgestörungen, das heute zu den Standardverfahren der Traumatherapie zählt. Seit 2007 ist sie Honorarprofessorin für Psychotraumatologie an der Universität Klagenfurt. Professor Reddemann verbindet mit der APP Köln eine langjährige Zusammenarbeit – das Institut trägt ihren Namen als "Luise-Reddemann-Institut".


Fortbildungspunkte bei der PTK werden beantragt

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