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Unverarb. Gefühlserbschaften bei Nachkommen von Holocaust-Opfern vs. -Tätern sowie psychotherapeut. Auswirkungen

Hybridveranstaltung - Transgenerationale Traumata stehen im Zentrum der Vortragsveranstaltung mit Bernd Sonntag und Peter Pogany-Wnendt. Die beiden Experten beschäftigen sich seit mehr als 30 Jahren mit spezifischen Weitergabe-Mustern, insbesondere im Umfeld des Holocaust.

Unverarb. Gefühlserbschaften bei Nachkommen von Holocaust-Opfern vs. -Tätern sowie psychotherapeut. Auswirkungen
Unverarb. Gefühlserbschaften bei Nachkommen von Holocaust-Opfern vs. -Tätern sowie psychotherapeut. Auswirkungen

Zeit & Ort

28. Nov. 2026, 11:00 – 14:30

die wohngemeinschaft • Café • Bar • Host, Richard-Wagner-Str. 39, 50674 Köln, Deutschland

Über die Veranstaltung

Format:

Vortragsveranstaltung (hybrid)


Thema:

Die Rolle der engsten Angehörigen innerhalb des Nazi-Regimes oder das Schicksal nächster Verwandter im Konzentrationslager bleibt für die folgenden Generationen häufig im Dunkeln der Familiengeschichte. Schuld und Scham auf der einen sowie Schmerz und Leid auf der anderen Seite führten nicht selten zu einer großen Sprachlosigkeit. Wie sich über diese Tabuisierung spezielle Muster und individuelle Traumata manifestieren und an die Nachfahren vererben können, damit beschäftigen sich Dr. Bernd Sonntag und Dr. Peter Pogany-Wnendt seit mehr als 30 Jahren.


Ihre Erkenntnisse auf diesem Gebiet rücken die beiden Experten ins Zentrum ihres Vortrags. In einem Eröffnungsstatement erläutern sie zunächst, welche Formen solcher Gefühlserbschaften sie als wiederkehrende Muster in Opfer- und Täterfamilien beschreiben können. Die Gegenüberstellung beider Seiten ist für sie dabei von zentraler Bedeutung, denn sie macht die unterschiedlichen Auswirkungen auf Folgegenerationen besonders deutlich.

Während bei den Nachkommen der Opfer das Risiko einer sekundären Hochbelastung bis hin zu Traumatisierung inzwischen vielfach fundiert erforscht und belegt ist, ist die Auseinandersetzung mit den Täterfamilien fachlich weitaus weniger umfangreich. Dort zeigen sich etwa in ideologischen Fortführungen, Schuldverstrickungen, Bagatellisierungen, Kompensationsversuchen und beschädigten Eltern-Kind-Beziehungen ganz andere Folgen des Unausgesprochenen.  


Im Anschluss an ihre Ausführungen laden die beiden Dozierenden die Teilnehmenden vor Ort zu einer Diskussion ein. Dabei sollen vor allem persönliche Erfahrungen zur Sprache kommen. Die Wortbeiträge dürfen sich sowohl auf konkrete Beispiele aus der eigenen therapeutischen Tätigkeit als auch auf den Umgang mit dem Thema innerhalb der eigenen Familienhistorie beziehen. Online ist die direkte Beteiligung an diesem Austausch leider aus technischen Gründen nicht möglich. Über die Chatfunktion lassen sich allerdings fachliche Fragen stellen, diese beantworten die Dozierenden zwischendurch gebündelt.   

 

Dozierende:

Dr. Bernd Sonntag ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie. Er ist ehemaliger leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Köln sowie Lehrbeauftragter und hat verschiedene Zusatzqualifikationen unter anderem für Familientherapie. Seine Expertise hat er als Autor von "Das Ende der Sprachlosigkeit? Auswirkungen traumatischer Holocaust-Erfahrungen über mehrere Generationen“ bewiesen. Er ist Gründungsmitglied, frühes Vorstandsmitglied, Mitherausgeber und Mitautor zentraler PAKH-Publikationen (https://www.pakh.de/). Dieser "Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust – ehem. PAKH e.V.". entstand 1995 und verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, durch persönliche Auseinandersetzung und öffentliche Aufklärung sowohl dem individuellen als auch dem kollektiven Vergessen der Verfolgung im Nationalsozialismus entgegenzuwirken.


Dr. Peter Pogany-Wnendt ist Facharzt für psychotherapeutische Medizin und Psychiatrie in Köln. Er ist Sohn von jüdischen Holocaust-Überlebenden aus Ungarn. Teile seiner Familie wurden von den Nazis ermordet. Er ist einer der Vorstände im "Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust, – ehem. PAKH e.V.".  Seine Expertise hat er zudem als Autor von „Der Wert der Menschlichkeit“ und Co-Autor von „Das transgenerationelle Erbe von Schuld und Scham“ unter Beweis gestellt. 


Anmeldefrist:

23.11.2026


# Unterrichtseinheiten: 4

# 5 Fortbildungspunkte werden beantragt

# Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an therapeutisch tätige Fachpersonen

Tickets

  • Online-Anmeldung

    Verkauf endet:

    23. Nov., 23:59

    Sie nehmen online über Zoom an der Veranstaltung teil. Eine Beteiligung an der Live-Diskussion ist leider nicht möglich.

    80,00 €

  • Präsenz-Anmeldung

    Verkauf endet:

    23. Nov., 23:59

    Sie nehmen in Präsenz an der Veranstaltung teil und können sich bei Bedarf an der Live-Diskussion beteiligen.

    100,00 €

Gesamt

0,00 €

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